Men­schen

Seel­sor­ge  |  Men­to­ring  |  geist­li­che Begleitung

Seel­sor­ge
Men­to­ring
geist­li­che Begleitung

In der Gemein­de und dar­über hinaus.

In der Gemein­de und im Alltag:

Gutes emp­fan­gen — Gutes weitergeben

Jeder kann in sei­nem All­tag und in sei­nen Bezie­hun­gen Gutes wei­ter­ge­ben und jeder kann und soll­te eben­so auch Gutes emp­fan­gen.
Das gilt eben­so in der Gemein­de, wo wir uns eine Kul­tur der gegen­sei­ti­gen Ermu­tin­gung wün­schen. Denn eine Gemein­de soll­te eine hei­len­de Gemein­schaft bie­ten, in der eine Ver­kün­di­gung vom trös­ten­den und hei­len­den Wort des Evan­ge­li­ums einen Raum haben und Got­tes Gemein­schaft mit uns in den Sakra­men­ten wie Abend­mahl und Tau­fe erfahr­bar werden.

Aber soll in der Gemein­de in Ein­zel­ne inves­tiert werden?

Das scheint eini­gen erst­mal nicht effek­tiv zu sein. Doch gera­de die För­de­rung, Beglei­tung und Bera­tung von ein­zel­nen Gemein­de­mit­glie­dern trägt zum Auf­bau des gan­zen Lei­bes Chris­ti bei.

Wenn du für dich Gebet, Rat, Unter­stüt­zung und För­de­rung wünschst, oder auch wenn du selbst in die­ser Hin­sicht in ande­re Men­schen inves­tie­ren möch­test, dann fin­dest du hier eine Orientierungshilfe.

Drei Wege um Men­schen zu

beglei­ten | för­dern | beraten:

Men­to­ring

Erfah­rung teilen.

Seel­sor­ge

See­le heilen.

Geist­li­che Begleitung

Näher zu Gott.

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Gemein­sam­kei­ten sind Chancen

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Die Gemein­sam­kei­ten der drei Berei­che sind begrün­det in:

  • glei­ches biblisch-christ­li­ches Menschenbild
  • glei­ches Ver­ständ­nis von Ver­än­de­rungs- und Lernprozessen
  • glei­ches Ver­ständ­nis von Lebens­kon­tex­ten und bio­gra­fi­schen Hintergründen
  • glei­che Hal­tung (Wert­schät­zung, Echt­heit, Ein­füh­lung, Neutralität)
  • glei­che Viel­falt von hilf­rei­chen Methoden
  • glei­che Abgren­zung zur Therapie

Der Ver­such einer Abgren­zung zwi­schen Men­to­ring, Seel­sor­ge und geist­li­che Beglei­tung gestal­tet sich schwer, da es in der Bezie­hungs- und Pro­zess­ge­stal­tung immer wie­der zu Über­gän­gen oder Dimen­sio­nen des jeweils ande­ren Bereichs kommt. Genau dar­in liegt ja die Chan­ce der ver­schie­de­nen Ebe­nen, wenn sie in ein­an­der fließen.

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Fein­hei­ten machen den Unterschied

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1 — Raumgestaltung

Men­to­ring fin­det eher in einem pri­va­ten Raum oder der Öffent­lich­keit statt (Zuhau­se, in der Knei­pe, beim Spa­zier­gang). Für Seel­sor­ge ist ein geschütz­ter Raum wich­tig. Anders ist es in der auf­su­chen­den Seel­sor­ge. Geist­li­che Beglei­tung kann in sakra­len Räu­men und im geschütz­ten Rah­men stattfinden.

2 — Beziehungsgestaltung

Men­to­rin­nen und Men­to­ren wol­len Vor­bild sein und erzäh­len des­halb auch von sich. Es kann auch zu einem wech­sel­sei­ti­gen Aus­tausch kom­men und Rat­schlä­ge kön­nen dabei hilf­reich sein. Seel­sor­ge­rin­nen und Seel­sor­ger ver­su­chen ein­fühl­sam, aber auch aus einer gewis­sen Distanz Per­spek­ti­ven zu beleuch­ten. Die Per­son des Seel­sor­gen­den steht im Hin­ter­grund. In man­chen Situa­tio­nen zeigt sie stell­ver­tre­ten­de Nähe für Got­tes Mit­leid und Ver­ge­bung. Geist­li­che Beglei­te­rin­nen und Beglei­ter ver­su­chen in einem dia­lo­gi­schen Pro­zess Glau­bens­the­men zu bearbeiten.

3 — Prozessgestaltung

Im Men­to­ring spielt das gegen­sei­ti­ge Ken­nen­ler­nen zu Beginn eine wich­ti­ge Rol­le. Zie­le für den Men­to­ring­pro­zess kön­nen sich erst spä­ter erge­ben. Die För­de­rung kann die ver­schie­dens­ten The­men umfas­sen. In der Seel­sor­ge beginnt der Pro­zess nach einer kur­zen Ken­nen­lern­pha­se damit das Pro­blem zu ver­ste­hen, ein Ziel zu erar­bei­ten und die Erwar­tun­gen zu klä­ren. Dann wird gemein­sam an einem Lösungs- bzw. Ver­än­de­rungs­pro­zess gear­bei­tet. Der Seel­sor­ge­pro­zess wird nach Errei­chung des Ziels abge­schlos­sen. In der geist­li­chen Beglei­tung wer­den eben­so nach einer kur­zen Ken­nen­lern­pha­se die Fra­gen bzw. Sehn­süch­te geklärt und es beginnt ein Pro­zess der Veränderung.

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4 — Ausgangspunkt

Men­to­ring wird meis­tens ange­fragt, wenn ein Men­tee in sei­ner Per­sön­lich­keit oder ver­schie­den Lebens­be­rei­chen geför­dert wer­den will. Seel­sor­ge hat oft ein Pro­blem zum Aus­gangs­punkt. Geist­li­che Beglei­tung wird auf­ge­sucht, wenn es im geist­li­chen Leben zu Fra­ge­stel­lun­gen kommt oder sich nach geist­li­chem Wachs­tum aus­ge­streckt wird.

5 — Zeitfenster

Men­to­ring wird über einen län­ge­ren Zeit­raum ver­lau­fen, der min­des­tens ein Jahr umfasst. Seel­sor­ge fin­det über einen der Pro­blem­lö­sung ent­spre­chen­den Zeit­raum statt. Geist­li­che Beglei­tung erstreckt sich eben­falls über einem der Fra­ge­stel­lung ent­spre­chen Zeit­raum und kann auch über ein Jahr hin­aus gehen.

6 — Eige­ne Grenzen

Men­to­rin­nen und Men­to­ren soll­ten reflek­tiert in Bezug auf ihre eige­nen Erfah­run­gen sein. Seel­sor­ge­rin­nen und Seel­sor­ger benö­ti­gen gera­de bei belas­ten­den The­men eine gute per­sön­li­che Ent­las­tungs­mög­lich­keit. Geist­li­che Beglei­te­rin­nen und Beglei­ter brau­chen die Offen­heit ande­re Zugän­ge zum Glau­ben als ihre eige­nen mit­ge­hen zu können.

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Zie­le fin­den wir in Got­tes Wort 

Eini­ge Bei­spie­le, wel­che die Bibel uns an die Hand gibt:

Zur Frei­heit hat Chris­tus uns befreit. 

Gala­ter 5, 1

Ein neu­es Gebot gebe ich euch, dass ihr euch unter­ein­an­der liebt, wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr ein­an­der lieb habt. 

Johan­nes 13, 34

Wahr­lich, ich sage euch: Was ihr getan habt einem von die­sen mei­nen gerings­ten Brü­dern, das habt ihr mir getan. 

Mat­thä­us 25, 40

Und stellt euch nicht die­ser Welt gleich, son­dern ändert euch durch Erneue­rung eures Sin­nes, auf dass ihr prü­fen könnt, was Got­tes Wil­le ist, näm­lich das Gute und Wohl­ge­fäl­li­ge und Vollkommene. 

Römer 12,2

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Poten­ti­al für die Gemeinde

Men­to­ring = Gemeindewachstum

Men­to­ring hat das Poten­ti­al zum Gemein­de­wachs­tum, z.B. durch die kon­kre­te För­de­rung von Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern. Durch geleb­te Nach­fol­ge in einer Men­to­ring­be­zie­hung kann ein geist­li­cher Ent­wick­lungs­raum gestal­tet wer­den. Dabei liegt gera­de die Chan­ce in den ver­schie­de­nen Genera­tio­nen einer Gemein­de. Erfah­re­ne Chris­tin­nen und Chris­ten kön­nen ihren Glau­ben und ihre Lebens­er­fah­rung teilen.

Seel­sor­ge = Freiheit

Seel­sor­ge kann die Beru­fung zur Frei­heit kon­kre­ti­sie­ren. Dabei heißt Frei­heit, selb­stän­dig das Leben zu gestal­ten und Ver­ant­wor­tung zu über­neh­men. Hier­zu ist es wich­tig eige­ne Fest­le­gun­gen bzw. Ein­stel­lun­gen und Erin­ne­run­gen zu bear­bei­ten. Seel­sor­ge kann auch hel­fen in kon­kre­ten Lebens- und Kon­flikt­si­tua­tio­nen eine Ent­schei­dung zu fäl­len, indem eine Aus­ein­an­der­set­zung mit bis­he­ri­gen Ein­stel­lun­gen ermög­licht wird. Dabei kann es dien­lich sein, ein Pro­blem klar zu ver­ste­hen, die ver­schie­den Fak­to­ren in der Situa­ti­on zu erken­nen und Aus­wir­kun­gen abzuwägen.

Geist­li­che Beglei­tung = Gemeinschaft

Geist­li­che Beglei­tung för­dert in der Gemein­de das per­sön­li­che Wachs­tum im Glau­ben. Es erfasst den Men­schen in all sei­nen Bezie­hun­gen in der Nach­fol­ge. Es hilft in der Gemein­schaft das Mit­ein­an­der ernst zu neh­men und die Wirk­lich­keit so zu lie­ben, so wie sie ist, mit den Lebens­fra­gen, den Momen­ten des Schei­terns und des Gelin­gens. Sie kann die ver­schie­de­nen Ebe­nen von Beru­fung durch­drin­gen: die Beru­fung zum Leben, zum Glau­ben als Kind Got­tes, zu einer Lebens­form und dem Dienst im Reich Got­tes. Sie kann weg von lebens­ver­nei­nen­den Got­tes­bil­dern und hin zu einer Frei­heit und Leben­dig­keit des Glau­bens führen.

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Die ers­ten Schrit­te für die Gemeinde

Visi­on teilen

Die Visi­on einer För­der- und Ermu­ti­gungs­kul­tur wird gesät und fällt oft­mals auf frucht­ba­ren Boden, da die Hil­fe zum per­sön­li­chen Leben sich auf die gan­ze Gemein­de auswirkt.

Mög­lich­kei­ten kommunizieren

Die Kom­mu­ni­ka­ti­on der ver­schie­de­nen Mög­lich­kei­ten der Beglei­tung geschieht in der Gemein­de. Über die Lei­tungs­gre­mi­en kann das Poten­ti­al von Men­to­ring, Seel­sor­ge und geist­li­che Beglei­tung in ver­schie­de­nen Krei­sen, z.B. Haus­krei­sen the­ma­ti­siert wer­den. In Pre­dig­ten oder Got­tes­diens­ten kann zeug­nis­haft von Ver­än­de­rungs­pro­zes­sen berich­tet werden.

Ansprechpart­ner einrichten

Die Insti­tu­ti­on von Ansprech­part­ne­rin­nen und Ansprech­part­ner in der Gemein­de soll­te vor­ge­nom­men wer­den. Dar­über hin­aus soll­te ein Netz­werk von Men­to­ring, Seel­sor­ge und geist­li­che Beglei­tung in der Gemein­de entstehen.

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Bei­spie­le aus dem Gemeindealltag

Men­to­ring von Mit­ar­bei­ten­den im Kindergottesdienst

Wäh­rend eines Mit­ar­bei­ter­tref­fens taucht der Wunsch auf, nicht nur die Grup­pen­stun­den zu pla­nen, son­dern auch man­che Schwie­rig­kei­ten wäh­rend des Kin­der­got­tes­diens­tes zu bespre­chen. Als haupt­amt­li­cher Lei­ter des Kin­der­got­tes­diens­tes freue ich mich über so viel Ver­trau­en unter­ein­an­der. Die­se Atmo­sphä­re im Mit­ein­an­der will ich ger­ne unter­stüt­zen. So schla­ge ich vor ein bis zwei­mal im Jahr unser Tref­fen so zu gestal­ten, dass wir in einen Aus­tausch über unse­re Erfah­run­gen kom­men kön­nen.
Wün­schens­wert wäre eine Mit­ar­bei­ter­kul­tur, die ande­re ernst nimmt, in der Ver­trau­en den ande­ren gegen­über ent­ge­gen­ge­bracht wird und Feh­ler sein dür­fen. Fol­gen­de Fra­gen könn­ten dann behan­delt wer­den: Was gehört alles zu mei­ner Auf­ga­be und wer kann mir dabei hel­fen? Wel­che Gaben habe ich und wie kann ich sie wei­ter­ent­wi­ckeln? Wie gehe ich mit Miss­erfolg und Schwie­rig­kei­ten in der Kin­der­got­tes­dienst­grup­pe um?
Die Mit­ar­bei­ter freu­en sich über die­se Per­spek­ti­ve. Hier wird wirk­lich die Chan­ce ver­wirk­licht, die ent­steht, wenn ich mei­ne Angst über­win­de und ande­re in mein Leben schau­en las­se.
Bei­spiel aus: Faix/ Wie­de­kind 2017: 191–193

Seel­sor­ge mit einer Konfirmandin

Nach der Kon­fir­man­den­stun­de spricht mich Johan­na an und fragt mich, ob ich kurz Zeit hät­te. Ich neh­me mir die Zeit und höre ihr zu.
Sie sagt, dass ihr Vater gestor­ben sei. Ihre Mut­ter sei total ver­zwei­felt und sie selbst wis­se auch nicht mehr, wie sie ihr noch hel­fen kön­ne. Johan­na ist 14.
Ich fra­ge sie, wie es ihr gehe und was der Tod des Vaters bei ihr aus­lö­se. Sie wirkt über­rascht und sagt, dass sie noch kei­ne Zeit hat­te, dar­über nach­zu­den­ken. Ihre eige­ne Trau­rig­keit ist auf ein­mal mit Hän­den zu grei­fen. Mir scheint, als rea­li­sie­re sie erst in die­sem Moment, was da eigent­lich pas­siert ist und dass auch sie trau­ern darf. Ich mache ihr Mut dazu. Gleich­zei­tig fra­ge ich nach wei­te­ren Fami­li­en­an­ge­hö­ri­gen, nach Freun­den, nach Ver­trau­ens­per­so­nen.
Johan­na hat noch eine jün­ge­re Schwes­ter und bei­de Groß­el­tern­paa­re, außer­dem zwei enge Freun­din­nen. Auch in ihrer Klas­se und in der Kon­fi­g­rup­pe füh­le sie sich wohl. Ihr wird deut­lich, dass sie über ein Netz funk­tio­nie­ren­der Bezie­hun­gen ver­fügt. Das hilft ihr jetzt. Ich bie­te ihr wei­te­re Gesprä­che an und fra­ge sie noch eini­ge Male im Anschluss an die Kon­fi­s­tun­den, wie es ihr gehe.
Das Ein­ge­bun­den­sein in ein Netz­werk und der ver­trau­te Wochen­rhyth­mus mit Schu­le, Kir­che und Ver­ein geben ihr Halt. Am Tag ihrer Kon­fir­ma­ti­on wird es noch ein­mal beson­ders sicht­bar, dass Johan­nas Vater fehlt. Auch dafür gibt es Zeit an die­sem Tag.
Bei­spiel aus: Gün­ther 2018: 62f

Geist­li­che Beglei­tung eines Hauptamtlichen

Im unse­rem ers­ten Tref­fen spricht der in einer Gemein­de täti­ge davon, wie er sich selbst in sei­ner Arbeit immer wie­der unter Druck setzt, wenn vie­le Anfor­de­run­gen der Gemein­de auf ihn ein­stür­men. Er weiß, dass Gott ihn liebt und er nicht für sei­ne Lie­be etwas tun muss, jedoch ent­steht immer wie­der eine Span­nung zwi­schen Wis­sen und dem inne­ren Anspruch es allen recht zu machen. Er will sich in sol­chen Situa­tio­nen mehr der Lie­be Got­tes bewusst wer­den. Dar­auf­hin arbei­ten wir die nächs­ten Tref­fen an sei­nen bewuss­ten und unbe­wuss­ten Got­tes­bil­dern.
Er bekommt die Auf­ga­be exem­pla­risch für vier Zei­ten sei­nes Lebens je ein Bild zu malen: aus den Jah­ren der Kind­heit, der Schul­zeit, dem Zeit­punkt der Lebens­ent­schei­dung und heu­te. Dabei kann er von einer Erin­ne­rung, wie Gott deut­lich wur­de, aus­ge­hen. Die­se Bil­der bespre­chen wir nun im Hin­blick auf die bewuss­ten und unbe­wuss­ten Got­tes­bil­der und schau­en uns sei­ne Ent­wick­lung an. Eben­so fra­ge ich nach den prä­gen­den Got­tes­bil­dern der Eltern und wel­che Bot­schaf­ten dazu gehö­ren. Ihm wird deut­lich, dass es die Got­tes­bil­der der Eltern sind, die er in ange­spann­ten Situa­tio­nen erlebt und die im Wider­streit mit sei­nem Glau­ben ste­hen.
Wir gehen in unse­ren Gesprä­chen einen gemein­sa­men Weg, auf dem er sich von den elter­li­chen Got­tes­bil­dern ver­ab­schie­det. Das hilft ihm in ange­spann­ten Situa­tio­nen die­se zu iden­ti­fi­zie­ren und sich davon zu tren­nen. Über einen län­ge­ren Ver­än­de­rungs­pro­zess erlebt er mehr und mehr Leich­tig­keit und Pro­duk­ti­vi­tät in sei­ner Arbeit.
Bei­spiel aus: Frie­lings­dorf 2008: 232f

Ganz prak­tisch im Video erklärt:

Wie Men­to­ring und Seel­sor­ge die Gemein­de bereichert

Ich möch­te in Men­schen investieren.

Was brau­che ich, um ein Seel­sor­ger,
Men­tor oder geist­li­cher Beglei­ter zu werden?

Mut und Ermutigung

Seel­sor­ge, Men­to­ring oder geist­li­che Beglei­tung kön­nen in der Gemein­de als Begrif­fe schon sehr hoch gehan­gen wer­den. Des­halb ist es wich­tig sich gegen­sei­tig zu ermu­ti­gen, ob hier eine Bega­bung und ein Anlie­gen bei einer Per­son vor­lie­gen. Dar­über hin­aus kön­nen Schu­lun­gen, Mate­ri­al zur prak­ti­schen Hil­fe, Ansprech­part­ner und Erfah­rungs­be­rich­te im Gemein­de­all­tag hilf­reich sein.

Bereit­schaft ein Vor­bild zu sein

Als Men­to­rin oder Men­tor brau­che ich nur mei­nem Men­tee „ein Schritt vor­aus sein“. Ich habe die Bereit­schaft Vor­bild zu sein und mir ins eige­ne Leben schau­en zu lassen.

Distanz und Empathie

Als Seel­sor­ge­rin und Seel­sor­ger kann ich eine gewis­se Distanz wah­ren, um Pro­zes­se bewusst anzu­lei­ten. Ich ken­ne die Bedeu­tung von bio­gra­fi­schen Ein­flüs­sen auf die Ein­stel­lun­gen und den Umgang mit Problemen.

Bewusst­sein der eige­nen Glaubensentwicklung

Als geist­li­che Beglei­te­rin und Beglei­ter bin ich mir mei­ner eige­nen Glau­bens­ent­wick­lung bewusst und der Ent­ste­hung von Got­tes­bil­dern im bio­gra­fi­schen Zusammenhang.

Bezie­hungs­kom­pe­tenz und Selbstreflexion

Die Kom­pe­tenz eine ver­trau­ens­vol­le Bezie­hung auf­bau­en und hal­ten zu kön­nen ist in jedem Fall von Bedeu­tung. Eben­so soll­te ich eine gute Selbst­re­fle­xi­on besit­zen, um mei­nen Anteil am Bezie­hungs­ge­sche­hen wahr­neh­men zu können.

Lern­be­reit­schaft

Eine Metho­den­viel­falt kann ich mir im Ver­lauf zuneh­mend aneignen.

Pro­fes­sio­nel­ler Rat und Supervision.

Wo fin­de ich als Men­tor, Seel­sor­ger, Beglei­ter selbst Hilfe? 

Wenn ich mich in einem Mentoring‑, Seel­sor­ge- oder geist­li­chen Beglei­tungs­pro­zess über­for­dert füh­le, kann ich selbst gut Super­vi­si­on oder Inter­vi­si­on in Anspruch neh­men. So gibt es in man­chen Regio­nen ein Netz­werk, wor­über ich ande­re Per­so­nen in die­sen Berei­chen fin­den kann. Es ist immer wich­tig auch mal über den eige­nen Tel­ler­rand zu schau­en. Wei­ter­hin wer­den ver­schie­de­ne Semi­na­re in den unter­schied­li­chen Berei­chen angeboten.

Wenn ich einen pro­fes­sio­nel­len Rat brau­che, kann ich selbst bei einer Bera­tungs­stel­le anru­fen und eine Situa­ti­on anony­mi­siert schildern.

Mög­li­cher­wei­se ent­de­cke ich dann einen blin­den Fleck in mei­ner Wahr­neh­mung oder kann eine Per­son an pro­fes­sio­nel­le Hil­fe verweisen.


Adres­sen und Ansprech­part­ner für Hil­fe als Men­tor, Seel­sor­ger oder geist­li­cher Beglei­ter fin­dest Du in unse­ren Rubrik
Res­sour­cen und FAQ

Du hast noch Fragen?

Wir sind auch per­sön­lich für Dich da!

Bei Fra­gen fin­dest Du bei uns auch einen per­sön­li­chen Ansprech­part­ner. Wir freu­en uns auf ein per­sön­li­ches Gespräch mit Dir via Zoom.
Fül­le dazu das unten­ste­hen­de For­mu­lar aus und unser Team mel­det sich bei Dir!

Ich brau­che Hilfe.

Soll­te ich Seel­sor­ge oder Psy­cho­the­ra­pie in Anspruch nehmen?

Seel­sor­ge und Psy­cho­the­ra­pie haben bei­de die psy­cho­so­zia­le Hil­fe zum Ziel, jedoch unter­schei­den sie sich in vie­len wich­ti­gen Aspek­ten sehr stark voneinander:

Die Inter­pre­ta­ti­on von Wirklichkeit.

Für Seel­sor­ge liegt der Bezug auf Theo­lo­gie und bibli­scher Anthro­po­lo­gie.
Psy­cho­the­ra­pie bezieht sich auf Model­le der Psy­cho­lo­gie und huma­nis­ti­schen Wert­vor­stel­lun­gen. Bei­de Wirk­lich­keits­ver­ständ­nis­se kön­nen sich gut ergänzen.

Die insti­tu­tio­nel­le Einbindung.

Seel­sor­ge fin­det in christ­li­chen Gemein­den, im Kran­ken­haus, im Straf­voll­zug und frei­be­ruf­li­cher Tätig­keit statt.
Psy­cho­the­ra­pie wird eben­falls in Kli­ni­ken und frei­be­ruf­li­cher medi­zi­ni­scher Tätig­keit ausgeübt.

Die Wahr­neh­mung der zu bear­bei­ten­den Probleme.

Seel­sor­ge geht von einer ganz­heit­lich bibli­schen Deu­tung exis­ten­zi­el­ler Situa­tio­nen aus.
Psy­cho­the­ra­pie erfolgt nach einer dia­gnos­ti­schen Ein­schät­zung spe­zi­fi­scher Störungen.

Im Set­ting.

Seel­sor­ge kann über einen ver­ein­bar­ten Ter­min auch in einer auf­su­chen­den Art und Wei­se und in unter­schied­li­chen Begeg­nun­gen im All­tag erfol­gen.
Psy­cho­the­ra­pie fin­det in einer for­ma­li­sier­ten Begeg­nung und der Distanz vom All­tag statt.

Der Finan­zie­rung.

Seel­sor­ge wird über die Gemein­de­zu­ge­hö­rig­keit oder pri­vat finan­ziert.
Psy­cho­the­ra­pie wird von einem Dienst­leis­ter oder der Kran­ken­ver­si­che­rung übernommen.

Der Metho­den.

Seel­sor­ge greift auf christ­li­che Tra­di­tio­nen und ver­schie­de­ne psy­cho­lo­gi­sche Metho­den in bewuss­ten Vor­gän­gen zurück.
Psy­cho­the­ra­pie arbei­tet dar­über hin­aus mit the­ra­peu­tisch wirk­sa­men Metho­den, die unbe­wuss­te Pro­zes­se hilf­reich beeinflussen.

Ein Mensch in der Kri­se soll­te abwä­gen, wel­che Hil­fe er benö­tigt. In einem guten Seel­sor­ge­ge­spräch kann ein­ge­schätzt wer­den, ob Seel­sor­ge oder Psy­cho­the­ra­pie sinn­voll ist.

Wenn eine psy­chi­sche Stö­rung oder Kri­se ver­mu­tet wird, soll­te auf jeden Fall eine Psy­cho­the­ra­phie auf­ge­sucht werden!

Adres­sen und Ansprech­part­ner für eine Men­to­ring, seel­sor­ge­ri­sche oder geist­li­che Beglei­tung fin­dest Du in unse­ren Rubrik Res­sour­cen und FAQ

Adres­sen für Hil­fe und Ansprechpartner

Hilf­rei­che Res­sour­cen und häu­fi­ge Fragen

Wo fin­de ich Men­to­ring, Seel­sor­ge und geist­li­che Begleitung?

Wel­che christ­lich-the­ra­peu­ti­schen Ein­rich­tun­gen gibt es in Deutschland?

Wie ist Men­to­ring, Seel­sor­ge und geist­li­che Beglei­tung in der Aus­bil­dung am Mbs Bibel­se­mi­nar integriert?

In der Aus­bil­dung zur staat­lich aner­kann­ten Erzie­he­rin und kirch­lich aner­kann­ten Gemein­de­päd­ago­gin bzw. zum staat­lich aner­kann­ten Erzie­her und kirch­lich aner­kann­ten Gemein­de­päd­ago­gen wird am Mar­bur­ger Bibel­se­mi­nar Grund­la­gen­wis­sen in Men­to­ring, Seel­sor­ge und geist­li­che Beglei­tung ver­mit­telt. Damit sind die Absol­ven­tin­nen und Absol­ven­ten befä­higt, Men­schen zu beglei­ten, zu bera­ten und zu för­dern. Wei­ter­hin wird für die Stu­die­ren­den per­sön­li­ches Men­to­rin, Seel­sor­ge oder geist­li­che Beglei­tung angeboten.

Wo fin­de ich eine Aus­bil­dung in Men­to­ring, Seel­sor­ge und geist­li­che Begleitung? 

Wel­che hilf­rei­che Grund­la­gen­li­te­ra­tur gibt es?

Tobi­as Faix/ Anke Wie­de­kind (2017): Men­to­ring. Das Pra­xis­buch. 7. erwei­ter­te Auf­la­ge. Neu­kir­che­ner Ver­lags­ge­sell­schaft, Neukirchen-Vluyn. 

Micha­el Herbst (2012): Bezie­hungs­wei­se. Grund­la­gen und Pra­xis­fel­der evan­ge­li­scher Seel­sor­ge. Neu­kir­che­ner Verl­gags­ge­sell­schaft, Neukirchen-Vluyn.

Mat­thi­as Gün­ther (2018): Jugend­seel­sor­ge. Grund­la­gen und Impul­se für die Pra­xis. Van­den­hoeck & Ruprecht, Göttingen. 

Karl Frie­lings­dorf (2008): Mein Leben mit Gott ver­söh­nen. Ein Kurs­buch für geist­li­ches Wach­sen und Beglei­ten. Ech­ter Ver­lag, Würzburg.