Integrationsbegleitung

Integrationsbegleitung

Beschreibung

Migra­tion in Deutsch­land – warum kom­men Migranten zu uns? Was ist Inte­gra­tion? Wie kann ich Men­schen aus anderen dabei Natio­nen unter­stützen? Worum geht es bei interku­lueller Kom­pe­tenz ? In den let­zen Jahren sind immer mehr Men­schen aus anderen Län­dern und Kul­turen zu uns nach Deutsch­land gekom­men. Diese wollen wir langfristig, nach­haltig und zielführende begleit­en und berat­en. Genau aus diesem Grund stellen wir uns den zuvor genan­nten Fra­gen. In der Weit­er­bil­dung der Inte­gra­tions­be­gleitung wird sich aus­giebig mit der The­matik der Migra­tion und Inte­gra­tion auseinan­derge­set­zt und ver­schiede­nen The­men­bere­iche erar­beit­et. Es soll darum gehen Wis­sen zu erlan­gen, um Men­schen aus den ver­schieden­sten Län­dern mit unter­schiedlich­sten klu­turellen Hin­ter­grün­den umfassend zu unter­stützen.

Ablauf

Die Weit­er­bil­dung Inte­gra­tions­be­gleitung umfasst ins­ge­samt die Teil­nahme an fünf Mod­ulen (fünf­mal 2 Tage), von denen vier frei gewählt wer­den kön­nen. Das let­zte Mod­ul ist das Abschlussmod­ul. 
Darüber hin­aus wen­den die Teil­nehmenden ihr the­o­retis­ches Wis­sen prak­tisch an. Dazu arbeit­en sie an ein­er selb­st gewählten Auf­gabe, die min­destens 10 Zeit­stun­den umfasst. Für eine Zer­ti­fizierung durch das Europäis­che Insti­tut für Migra­tion, Inte­gra­tion und Islamthe­men (EIMI) ist vor der Teil­nahme am Abschlussmod­ul eine schriftliche Reflex­ion dieser Praxis­er­fahrung einzure­ichen. Sie bildet die Grund­lage für eine ver­tiefende mündliche Reflex­ion, die im Rah­men des Abschlussmoduls erfol­gt.

Alle Mod­ule kön­nen einzeln gebucht und besucht wer­den. 

Module

Mod­ul “Interkul­turelle Kom­pe­tenz: Men­schen begleit­en und ver­ste­hen“
Interkul­turelle Begeg­nun­gen bergen eine Vielzahl an möglichen Missver­ständ­nis­sen, Kon­flik­ten und Her­aus­forderun­gen. Gle­ichzeit­ig ist die Begeg­nung mit Men­schen aus anderen Kul­turen in vie­len Fällen aber auch bere­ich­ernd und erken­nt­nis­re­ich – nicht zulet­zt lernt man dabei die eigene kul­turelle Prä­gung und damit sich selb­st bess­er ken­nen. Dieses Mod­ul bietet eine Gele­gen­heit eigene und fremde Kul­turen zu ver­ste­hen und damit alltägliche interkul­turelle Begeg­nun­gen neu zu erleben. 

Mod­ul “Grund­muster der Migra­tion gestern und heute & Grund­la­gen des Asyl- und Aus­län­der­rechts“
Migra­tion ist keine neue Erschei­n­ung, die nur uns in Europa bet­rifft. Seit Men­schenge­denken und auf allen Erdteilen sind Men­schen unter­wegs. Was bewegt sie ihre Heimat zu ver­lassen und nach welchen Mustern laufen Migra­tion und Inte­gra­tion ab? Welch­er rechtliche Rah­men (Asyl- und Aus­län­der­recht) ist zu beacht­en, wenn Men­schen in Deutsch­land Schutz suchen und hier heimisch wer­den wollen? Die Beschäf­ti­gung mit diesen The­men soll dazu beitra­gen die Sit­u­a­tion von Migranten bess­er zu ver­ste­hen, um sie in diesen Prozessen zu begleit­en. 

Mod­ul “The­olo­gie der Migra­tion und mul­ti­kul­tureller Gemein­de­bau“
Was find­en wir zum The­ma Migra­tion in der Bibel? Die Bibel erzählt im Alten und im Neuen Tes­ta­ment von Men­schen, die ihre Heimat ver­ließen. Auswan­derung, kollek­tive und indi­vidu­elle Flucht vor Unter­drück­ung, Ver­schlep­pung und Umsied­lung sind die Kon­texte in denen Gott mit den Men­schen seine Geschichte geschrieben hat. Die christliche Gemeinde umfasst Men­schen aus allen Völk­ern und hat damit die Chance, kul­turelle Gräben zu über­brück­en. Auf­grund des bib­lis­chen Befun­des kön­nen die Teil­nehmer in diesem Mod­ul ihre eigene Iden­tität reflek­tieren und ein the­ol­o­gis­ches Ver­ständ­nis von Migra­tion für unsere Zeit gewin­nen. 

Mod­ul “Migra­tion und Inte­gra­tion in der Sozialen Arbeit: in der Arbeit für und mit Migranten“
Migra­tion und Inte­gra­tion stellen in den Berufs­feldern der Sozialen Arbeit, speziell auch in der Päd­a­gogik eine der größten Her­aus­forderun­gen und Chan­cen für Kli­entIn­nen, Sozialar­bei­t­erIn­nen und Päd­a­gogIn­nen dar. In diesem Mod­ul wer­den die Teil­nehmenden ermutigt, die Möglichkeit­en, die ihnen die sozialpäd­a­gogis­che Arbeit bietet zu nutzen, um pos­i­tive und kon­struk­tive interkul­turelle Begeg­nun­gen schon ab dem Kinde­salter zu fördern. 

Mod­ul “Inter­re­ligiöse Kom­pe­tenz: Islam ver­ste­hen — Mus­li­men begeg­nen“
Was genau glauben Mus­lime? Wie sehen sie Gott und wie leben sie ihren Glauben? Es gibt etliche Missver­ständ­nisse und Vorurteile auf bei­den Seit­en, die es uns schw­er­ma­chen, Mus­li­men zu begeg­nen. Unser Gegenüber in sein­er Welt zu ver­ste­hen ist eine Voraus­set­zung, um Brück­en bauen zu kön­nen. Dieses Mod­ul soll aufzeigen, wie Bar­ri­eren liebevoll über­wun­den wer­den kön­nen und die Begeg­nung mit Mus­li­men gelin­gen kann.

Abschlussmod­ul: Reflex­ion der eige­nen Prax­is
Das Abschlussmod­ul bein­hal­tet einige the­o­retis­che Ein­heit­en, sowie den Aus­tausch über die Reflex­io­nen der Teil­nehmer ihrer prak­tis­chen Arbeit und den Wis­senser­werb durch die besucht­en Mod­ule. 
Jed­er Teil­nehmer muss vor Beginn des Abschlussmoduls die schriftlichen Reflex­io­nen bei Thomas Kröck (thomas.kroeck@acf.de) ein­re­ichen. Die Bere­itschaft, in der Gruppe darüber zu reden, wird voraus­ge­set­zt.

Zielgruppe

Das Sem­i­narpro­gramm richtet sich an Men­schen, die pri­vat oder beru­flich Kon­tak­te zu Migran­tInnen haben oder selb­st eine Migra­tions­bi­ogra­phie besitzen und ihre Erfahrun­gen reflek­tieren wollen.

Die Inhalte der Sem­i­nare kön­nen im ehre­namtlichen und beru­flichen Bere­ich genutzt wer­den, zum Beispiel:

  • Begleitung von Nach­barn mit Migra­tions­geschichte
  • interkul­turelle Ange­bote in der poli­tis­chen oder kirch­lichen Gemeinde
  • Kita oder Schule
  • Arbeit mit min­der­jähri­gen unbe­gleit­eten Asyl­suchen­den
  • Jugend­hil­fe
  • Ämter, usw.

Fortbildungsorte

Alle Sem­i­nare find­en in den Räum­lichkeit­en des MBS in Mar­burg statt. 
Darüber hin­aus wird das Pro­gramm Inte­gra­tions­be­gleitung an ver­schiede­nen anderen Orten Deutsch­lands ange­boten: https:// www.awm-korntal.eu/courses/AUS.IB.html

Leitung und Mitarbeitende

Dr. Thomas Kröck (Leitung)

Thomas Kröck ist pro­moviert­er Agrarin­ge­nieur und hat einen M.A. in Interkul­turellen Stu­di­en. Als Entwick­lung­shelfer in Tansa­nia und Leit­er der EC-Indi­en­hil­fe sam­melte er interkul­turelle Erfahrun­gen. Seit 2012 leit­et er das Stu­di­en­pro­gramm Devel­op­ment Stud­ies und unter­richtet am MBS interkul­turelle Arbeit. Ehre­namtlich engagiert er sich in der Begleitung von Geflüchteten.

Yas­sir Eric

Yas­sir Eric (M.A., Colum­bia Inter­na­tion­al Uni­ver­si­ty) ist Leit­er des Europäis­chen Insti­tuts für Migra­tion, Inte­gra­tion und Islamthe­men an der AWM in Korn­tal. Er hat seine eigene Migra­tions­geschichte und leit­ete viele Jahre eine Migrantenge­meinde. Sein reich­er Erfahrungss­chatz und nicht zulet­zt seine pro­fun­den Islamken­nt­nisse machen ihn zu einem inter­na­tion­al gefragten Ref­er­enten und Berater.

Rebek­ka Kühn

Rebek­ka Kühn arbeit­ete zwei Jahr an Bord der MV Logos Hope (Oper­a­tion Mobil­i­sa­tion) in Nordeu­ropa und der Karibik. Danach absolvierte sie ein Studi­um der Inter­na­tionalen Sozialen Arbeit an der ev. Hochschule Lud­wigs­burg und an der Uni­ver­si­ty of Botswana. Nach dem Studi­um betreute sie als Sozialar­bei­t­erin Flüchtlinge in ein­er großen Gemein­schaft­sun­terkun­ft.

Kooperationspartner

Das Pro­gramm wird in Koop­er­a­tion mit dem Europäis­chen Insti­tut für Migra­tion, Inte­gra­tion und Islamthe­men ange­boten, welch­es auch eine erfol­gre­iche Teil­nahme zer­ti­fiziert.

Kosten

Ein Sem­i­nartag kostet 80 Euro, darin sind alle Kur­sun­ter­la­gen sowie Warm- und Kalt­getränke enthal­ten. 

Bei ein­er Abmel­dung ab 14 Tage vor Sem­i­nar­be­ginn erheben wir 15,-€ Stornierungskosten, bei Abmel­dung am Sem­i­nartag fall­en die vollen Sem­i­narkosten an. 

Die Min­dest­teil­nehmerzahl für jedes Mod­ul ist acht Per­so­n­en.

Fragen:

TERMINE

Sep­tem­ber 2019
Okto­ber 2019
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Mai 2020
Sep­tem­ber 2020
Keine Ver­anstal­tung gefun­den